Ersthelfer:innen
Muss ich immer verfügbar sein?
Nein, du musst nicht rund um die Uhr einsatzbereit sein. In deinem Proherzschlag-Konto kannst du angeben, wann du alarmiert werden möchtest und wann nicht. Wenn du zum Beispiel im Urlaub bist, kannst du auch einfach den Button “Empfange Alarme” auf der Startseite der App deaktivieren.
Wann soll ich keine Hilfe leisten?
Bitte hilf nur, wenn du dich dabei selbst nicht in Gefahr bringst – und auch niemanden zurücklassen musst, der deine Hilfe braucht, z. B. ein kleines Kind. Auch wenn du Alkohol getrunken oder Medikamente genommen hast, die deine Reaktionsfähigkeit einschränken, solltest du nicht zu einem Einsatz gehen.
Kann ich etwas falsch machen?
Nein. Deine Hilfe zählt immer! Denke dran: Wenn niemand hilft, hat jemand mit Herzstillstand keine Chance zu überleben. Oft bist du nicht allein vor Ort – ihr könnt euch also gegenseitig unterstützen.
Kostet es etwas, sich als freiwillige:r Helfer:in anzumelden?
Nein, die Anmeldung als Ersthelfer:in bei Proherzschlag ist komplett kostenlos.
Warum soll ich besser zu Fuß oder mit dem Rad kommen?
Zu Fuß oder mit dem Fahrrad bist du meistens schneller und sicherer unterwegs. Mit dem Auto kann es sein, dass du im Stau stehst oder den Rettungswagen blockierst. Falls du doch mit dem Auto fährst: Bitte bleibe ruhig, halte dich an die Verkehrsregeln und achte darauf, Platz für den Rettungsdienst zu lassen.
Bekomme ich Geld für meine Hilfe?
Nein, du bekommst kein Geld – dein Einsatz ist freiwillig. Aber: Die Betroffenen, Angehörigen und Überlebenden sind oft unglaublich dankbar für deine Hilfe. Und das zählt manchmal mehr als jede Bezahlung.
Wie gehe ich mit sensiblen Infos um?
Du solltest sorgsam mit allem umgehen, was du bei einem Einsatz hörst oder siehst. Das gilt besonders für persönliche Infos über das Opfer oder andere Beteiligte. Das steht auch in den AGB, die du bei deiner Anmeldung akzeptiert hast. Verhalte dich einfach so, wie es ein verantwortungsvoller Mensch mit gesundem Menschenverstand tun würde.
Ich finde die Adresse nicht oder kann das AED-Schloss nicht öffnen. Darf ich dann 112 anrufen?
Nein. Die Notrufzentrale kennt weder den Code für den AED noch kann sie dir den Weg zeigen. Sie müssen für andere Notrufe erreichbar bleiben. Wenn du das Schloss nicht öffnen kannst, geh ohne AED weiter zur Einsatzstelle.
Ich habe den AED geholt – was mache ich nach dem Einsatz damit?
Bring das Gerät bitte wieder an den Ort zurück, wo du es hergeholt hast. Wir kümmern uns darum, dass die verantwortliche Person benachrichtigt wird – du musst nichts weiter tun.
Bin ich als Ersthelfer:in versichert?
Ja, nach Angaben der Unfallkasse Rheinland-Pfalz nimmt diese den Versicherungsschutz für dich als Ersthelfer:in nach §2 Abs. 1 Nr. 13a SGB II (Private Nothelfer) an.
Ich bin noch keine 18 Jahre alt, kann ich auch Ersthelfer:in werden?
Nein, das ist leider noch nicht möglich. Für Ersthelfende gilt ein Mindestalter von 18 Jahren, da Wiederbelebungsmaßnahmen große Auswirkungen haben können.
Nachsorge
Wie geht es nach meinem Einsatz als Ersthelfer:in weiter?
Nach deinem Einsatz erhälst du von uns einen Fragebogen über die Proherzschlag-App. Bitte fülle diesen bis zu 72 Stunden nach der Meldung aus. Wir stellen dir eine Reihe von kurzen Fragen zur Reanimation. Wenn du erste Hilfe geleistet hast, ist deine Rückmeldung für die Weiterentwicklung unseres Systems sehr hilfreich. So können wir einschätzen, wie du als Ersthelfende den Einsatz wahrgenommen und erlebt hast.
Kann ich nach dem Einsatz mit jemandem sprechen bzw. mich mit jemandem über das Erlebte austauschen?
Ja, wir bieten eine Nachbetreuung an. Wenn du mit jemandem über den Einsatz sprechen möchtest, kannst du dies im Online-Fragebogen (vgl. “Wie geht es nach meinem Einsatz als Ersthelfer*in weiter?”) angeben. Wir werden uns mit dir in Verbindung setzen. Alternativ kannst du dich natürlich jederzeit auch selbst an uns oder eine andere benannte Stelle wenden. Auch wenn du erst später merken solltest, dass du eine Nachbetreuung wünschst, übernehmen wir diese gerne.
Werde ich über den Zustand des Opfers informiert?
Leider können wir dich nicht über das Ergebnis der Wiederbelebung informieren. Aus Gründen des Datenschutzes erhalten wir diese Informationen nicht.
AED
Wie kann ich einen AED registrieren?
Um einen AED zu registrieren, brauchst du ein Verwaltungskonto bei ProHerzschlag. So können wir dich informieren, wenn dein AED bei einem Notfall zum Einsatz kam. Geh dafür einfach auf mein.proherzschlag.de.
Hast du schon ein Konto? Dann logge dich dort ein, gehe im Menü auf AEDs > Meine AEDs und klicke auf den grünen Button „Neuer AED“, um dein Gerät anzumelden.
Wichtig: Wenn du in deinem Konto keine Infos zu deiner Reanimationsausbildung hinterlegst, wirst du nicht zu Einsätzen gerufen – du bekommst dann nur die Rolle als AED-Verwalter:in. Das heißt, du bekommst eine Mail, wenn dein AED bei einem Alarm genutzt wurde – mit der Bitte, ihn zu kontrollieren.
Was wird von mir als AED-Verwalter:in erwartet?
Wir bitten dich, einmal im Monat zu checken, ob dein AED und das Gehäuse in Ordnung sind. Halte alles sauber und schaue, ob das Gerät einsatzbereit ist.
Wurde dein AED für einen Notfall alarmiert, bekommst du eine Nachricht von uns. Bitte prüfe dann, ob der AED wirklich verwendet wurde.
Falls ja: Setze ihn im System erstmal auf nicht einsatzbereit und sorge dafür, dass er so schnell wie möglich wieder fit ist. Danach stelle ihn im System wieder auf einsatzbereit.
Weitere Informationen findest du in der Rubrik AED-Verwaltung.
Bin ich als AED-Verwalter:in haftbar für den AED?
Die Wahrscheinlichkeit, dass du haftbar gemacht wirst, ist sehr gering. Wenn es doch mal zu einer Prüfung kommt, zählt vor allem, ob du verantwortungsvoll gehandelt hast, die Regeln beachtet hast und keine grobe Fahrlässigkeit vorliegt.
Wir von Proherzschlag helfen dir bei der Verwaltung:
Proherzschlag unterstützt bei der Verwaltung des AED:
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- Wir erinnern dich rechtzeitig, wenn Elektroden oder Batterie ablaufen.
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- Bei einem Notruf alarmieren wir immer mehrere AEDs – damit zur Sicherheit ein zweites Gerät vor Ort ist, falls eins ausfällt.
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- Viele AEDs machen regelmäßig Selbsttests – trotzdem: Schau am besten einmal im Monat selbst nach, ob alles okay ist.
Was passiert mit meinen Daten?
Keine Sorge – deine Daten werden nicht an kommerzielle Dritte weitergegeben. Und wir nutzen sie nicht für Werbung.
Wenn du deinen AED registrierst, kannst du entscheiden, ob er öffentlich zugänglich ist. Dann wird er auf einer Karte angezeigt und kann im Notfall von Ersthelfer:innen geholt werden.
Manche AEDs hängen in einem Schrank mit PIN-Code. Den Code geben wir nur an registrierte Ersthelfer:innen weiter – und nur im Einsatzfall. So bleibt dein AED sicher vor Diebstahl und ist trotzdem im Notfall verfügbar.
Alarmierung
Wie reagiere ich auf einen Alarm?
Wenn du über die ProHerzschlag-App alarmiert wirst, siehst du zunächst eine Schaltfläche „Annehmen“ sowie aus Datenschutzgründen zunächst nur die Straße des Einsatzortes. Sofern du dich in unmittelbarer Nähe befindest (im Radius von ca. 2 km) und in der Lage bist, Erste Hilfe zu leisten (vgl. Hinweis „Wann sollte ich keine Hilfe leisten?“), bestätige den Alarm über die Schaltfläche. Anschließend erhältst du weitere Informationen zum genauen Einsatzort sowie die Route dorthin.
Muss ich den Einsatz annehmen, wenn ich alarmiert werde?
Es besteht keine Pflicht, auf eine Alarmierung zu reagieren. Deine Verfügbarkeit und Einsatzbereitschaft liegt in deinem Ermessen. Sofern du dich zu weit vom Einsatz (>2km) entfernt befindest oder keine erste Hilfe leisten kannst (vgl. “Wann soll ich keine Hilfe leisten”), solltest du den Alarm ignorieren.
In welchem Umkreis werde ich alarmiert?
ProHerzschlag alarmiert je nach Verfügbarkeit bis zu 100 zivile Rettungskräfte und 3 AEDs in der Nähe des Opfers. Der maximale Radius beträgt 2 km.
Höre ich den Alarm auch dann, wenn mein Handy auf lautlos steht?
Ja, das ist möglich, wenn du kritische Benachrichtigungen für die ProHerzschlag-App aktiviert hast. Diese sorgen dafür, dass Alarme mit Ton abgespielt werden, auch wenn dein Telefon auf „Stumm“ oder „Nicht stören“ steht.
ProHerzschlag App
Was ist die ProHerzschlag App?
Mit der ProHerzschlag-App können registrierte Ersthelfende bei einem vermuteten Herz-Kreislauf-Stillstand in ihrer Umgebung alarmiert werden. Die Alarmierung erfolgt auf Grundlage der von dir hinterlegten Wohn- und Arbeitsadresse.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit, den aktuellen Standort zeitweise über GPS freizugeben. So kannst du auch unterwegs Alarmierungen in Ihrer unmittelbaren Nähe erhalten.
Wie richte ich die ProHerzschlag App richtig ein?
Damit du Alarmierungen empfangen kannst, richte die ProHerzschlag-App bitte wie folgt ein:
Fülle dein Profil vollständig aus – entweder direkt in der App oder über das Dashboard.
Hinterlege dabei insbesondere:
- deine aktuelle Wohn- und Arbeitsadresse
- deine Verfügbarkeit
- deine Ausbildung bzw. Qualifikation (ggf. ist eine Reanimationsschulung erforderlich)
Melde dich anschließend mit deiner E-Mail-Adresse und deinem selbst gewählten Passwort in der App an und aktiviere auf der Startseite den Button „Empfange Alarme“.
Die Alarmierung erfolgt standardmäßig auf Grundlage der von dir hinterlegten Wohn- und Arbeitsadresse. Optional kannst du zusätzlich deinen aktuellen Standort zeitweise per GPS freigeben, um auch unterwegs Alarmierungen in deiner Nähe zu erhalten.
Wie erhalte ich die Route zum Einsatzort über die App?
Wenn du den Alarm über die Schaltfläche „Annehmen“ bestätigst, wird dir die Route zum Einsatzort angezeigt. Klicke dafür auf die Schaltfläche „Navigation öffnen“ und wähle anschließend das gewünschte Transportmittel aus.
Funktioniert die App auch ohne Internetverbindung?
Nein, die ProHerzschlag-App funktioniert nur bei bestehender Internetverbindung – entweder über WLAN oder das mobile 3G-/4G-/5G-Netz. Ohne Internetverbindung kannst du keine Alarmierungen empfangen.
Ich erhalte keine Alarmierungen – woran kann das liegen?
Wir alarmieren bis zu 100 Ersthelfende in einem Umkreis von maximal 2 km. Wenn du keine Alarmierung über die App erhältst, kann dies verschiedene Gründe haben:
- Es wurden bereits ausreichend Ersthelfende alarmiert.
- Du befindest dich außerhalb des Alarmierungsradius.
- Deine App ist nicht korrekt eingerichtet und Push-Benachrichtigungen sind deaktiviert. Bitte prüfe in den Einstellungen deines Smartphones, ob Benachrichtigungen für die ProHerzschlag-App zugelassen sind.
- Dein Zertifikat ist abgelaufen.
- Der Button “Empfange Alarme” auf der Startseite ist deaktiviert. Bitte prüfe, ob du auf der Startseite den Button “Empfange Alarme” aktiviert hast. Darüber sollte ein Hinweis erscheinen, dass du an deinem Arbeits- und Wohnort alarmiert werden kannst.
Ich bin vorübergehend nicht erreichbar. Wie kann ich das angeben?
Wenn du vorübergehend keine Alarmierungen erhalten möchtest, kannst du auf der Startseite der App den Button „Empfange Alarme“ deaktivieren. Anschließend erscheint der Hinweis „Du bist nicht verfügbar“ und du erhältst keine weiteren Alarmierungen.
Sobald du wieder verfügbar bist, kannst du die Funktion jederzeit erneut aktivieren.